


Hanau - Geschichte der Stadt Hanau und deren Stadtteile
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798: Erste Erwähnung von Mittelbuchen.
1143: Erste urkundliche Erwähnung von Hanau.
1303: Hanau wird Stadt.
1320: Steinheim (heute Stadtteil Hanaus) wird Stadt. Steinheim war, genau wie Großauheim und Klein-Auheim (heute Stadtteile Hanaus), ein Besitz der Herren von Eppstein, die im Mittelalter - zum Hochadel gehörend - Erzbischöfe, Reichserzkanzler und Kurfürsten stellten.
1363: Mittelbuchen (heute Stadtteil Hanaus) wird "Wallfahrtsort" durch eine mit weitgehenden Rechten ausgestattete Ablaßurkunde: An ca. 160 Tagen im Jahr darf Ablaß erteilt werden (M. hat 1313 ca. 200 Einwohner).
1537: Baubeginn des Altstädter Rathauses.
1597: Wegen ihres reformierten Glaubens geflüchtete holländisch sprechende Flamen und französisch sprechende Wallonen erhalten von dem reformierten Hanauer Grafen das Recht, sich vor den Toren der Altstadt Hanau eine neue Stadt (heutige Innenstadt), die Neustadt Hanau zu erbauen. Hanau erwirbt Weltruf durch die handwerklichen Fähigkeiten der Flüchtlinge: Unter ihnen Gold- und Silberschmiede, Diamantenschleifer und Fayencekünstler. Dieses Datum wird 1997 ausgiebig gefeiert.
1636: Im 30jährigen Krieg (1618-1648) wird Hanau unter anderem aus einer kaiserlichen Belagerung befreit. Die Befreiung wird bis heute jährlich als "Lamboyfest" gefeiert - kurioserweise benannt nach dem Belagerer General Lamboy.
1685: Französische Glaubensflüchtlinge,"Hugenotten", finden Zuflucht in Hanau.
1701: Grundsteinlegung zum Schloß Philippsruhe.
1725: Grundsteinlegung zum Neustädter Rathaus.
1725: Erscheint der "Hanauer Anzeiger" das erste Mal. Der HA ist heute die fünftälteste Zeitung der Welt und zweitälteste deutsche Tageszeitung. 1975 war 250jähriges Jubiläum. 1997 wurde das neue Druckzentrum in Betrieb genommen.
1772: Entstehung der Zeichen-Akademie. Sie dient bis heute unter anderem zur Ausbildung von Gold- und Silberschmieden.
1776: Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel verkauft als Landesherr von Hanau an seinen Vetter, König von England, 2422 Soldaten aus der Grafschaft Hanau, die für England im Unabhängigkeitskrieg in Nordamerika kämpfen müssen. Das Hanauer Bataillon geht in Quebec (Kanada) an Land. Noch im selben Jahr erklären 13 nordamerikanische Staaten ihre Unabhängigkeit von England durch Gründung der USA. 1976 feierten die USA ihr 200jähriges Jubiläum.
1777: Mittels der Einnahmen aus der Vermietung hanauischer Truppen läßt Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel die schöne Kur- und Badeanlage Wilhelmsbad mit Heilbrunnen, Park, Spielbank, Burgruine, menschengezogenem Karussell und so weiter, entstehen. Ein 1781 hinzugekommenes Scheunentheater wurde 1968 als Comoedienhaus restauriert, wo jetzt jedes Jahr die"Wilhelmsbader Produktionen" des Hessischen Rundfunks stattfinden.
1785: Die Brüder Grimm werden in Hanau geboren.
1833: Vereinigung der Altstadt Hanau mit der Neustadt Hanau zur Stadt Hanau.
1848: Erster deutscher Turntag in Hanau.
1875: Bau eines Floßhafens in Großauheim (heute Stadtteil Hanaus). Abhaltung eines regelmäßigen Floßmarktes durch Holzhändler.
1895: Der Komponist Paul Hindemith wird in Hanau geboren.
1907: Das uralte Fischerdorf Kesselstadt, an dessen Platz einst ein römisches Kastell stand, wird nach Hanau eingemeindet. Die Grundmauern des Kastells sind gelegentlich zu besichtigen.
1918: Am Ende des 1 - Weltkrieges (1914-1918) flieht der letzte deutsche Kaiser ins Exil in die königlichen Niederlande nach Doorn. Doorn ist Partnerstadt von Hanau-Steinheim . Des Kaisers Wohnsitz, das "Haus Doorn", ist heute ein von Deutschen vielbesuchtes Museum.
1924: Bau des Hanauer Mainhafens.
1933: Durch die Hitlerdiktatur (1933-1945) gilt auch für Hanau: Verbot von Parteien und Gewerkschaften, Konzentrationslager für politische Gegner und Zwang zu NS-Mitgliedschaften usw.
1938: "Kristallnacht" (Pogrome) auch in Hanau. Die jüdischen Einrichtungen werden zerstört: Synagoge und Schule in der Nordstraße (ehemals Judengasse) sowie die Geschäfte in der Stadt. Die jüdischen Hanauer Bürger (ca. 600 Menschen) fliehen ins Ausland oder kommen in den Konzentrationslagern um.
1945: Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges (1939-1945) beziehungsweise 10 Tage vor dem Eintreffen amerikanischer Truppen vor Hanau wird die Stadt durch englische Bomber fast völlig zerstört. (87% der Stadt).
1946: Man beginnt, eine neue, "fremde" Stadt entlang den alten Straßen zu erbauen. Es ist das heutige Hanau - nach wie vor bekannt als die "Stadt des edlen Schmuckes" mit dem Goldschmiedehaus als Austellungsgebäude.
1956: Großauheim wird Stadt (1967 ca. 13.600 Einwohner).
1959: Im Sinne der Völkerverständigung ist es seit 1959 in Großauheim, seit 1964 in Hanau und seit 1970 in Steinheim zu Verschwisterungen mit Partnerstädten im Ausland gekommen: Hanau-Großauheim mit Montegnée in Belgien (1959) und Conflans St. Honorine in Frankreich (1965). Hanau mit Neuilly in Frankreich (1964), Dartford Stadt in England (1969) und Dartford Land (1971). Hanau-Steinheim mit Doorn in den Niederlanden (1970) und Francheville in Frankreich (1972).
1972: Die Gemeinde Mittelbuchen ,1945 unter Teilnahme am Hanauer Schicksal durch die gleichen Bomber auch schwer zerstört, schließt sich freiwillig an Hanau als Stadtteil an.
1974: Durch Gebietsreform werden nach Hanau (1973 ca. 57.000 Einwohner) eingemeindet: die Stadt Großauheim mit Stadtteil Wolfgang, die Stadt Steinheim (1 970 ca. 10.200 Einwohner) und die Gemeinden Klein-Auheim und Hohe Tanne. Hanau hat zu diesem Zeitpunkt ca. 88.000 Einwohner.
1984: Am 7. August brennen große Teile des Schloß Philippsruhe in Hanau aus. Mittlerweile wieder vollständig restauriert.
1997: Die Neustadt von Hanau feiert das 400 jährige Bestehen.
1998: Der Stadtteil Mittelbuchen wird zusammen mit Maintal-Wachenbuchen 1200 Jahre alt.
2002: Hessische Landesgartenschau.
Hanau - Sonstige Daten
Im Osten der Region - vielseitiges Kulturangebot
Die Kreisstadt Hanau liegt im Südwesten des Main-Kinzig-Kreises. Sie besteht neben der Kernstadt aus den Stadtteilen Mittelbuchen, Steinheim, Großauheim mit Wolfgang und Klein-Auheim, die erst nach der Gebietsreform 1972 bzw. 1974 eingemeindet wurden.
Die Goldschmiedestadt Hanau entstand im Mittelalter an der Mündung der Kinzig in den Main, nachdem vorher schon die Römer in diesem Bereich gesiedelt und Kastelle im Zuge des Limes angelegt hatten. Durch die Ansiedlung von flämischen und wallonischen Glaubensflüchtigen in der 1597 gegründeten Neustadt gelangte die Stadt zu erster wirtschaftlicher Bedeutung im Bereich der Gold-, Silber-, aber auch Diamantbearbeitung. Die Industriealisierung im 19. Jahrhundert und nicht zuletzt die Inbetriebnahme des Mainhafens im Jahr 1924 führten zu einer kontinuierlichen wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung.
Die Stadt, in der sich auch das Geburtshaus der Brüder Grimm befindet, verfügt u.a. mit dem Deutschen Goldschmiedehaus, dem Historischen Museum im Schloß Philippsruhe, dem Hessischen Puppenmuseum im Kurhaus Wilhelmsbad, dem Museum Großauheim, dem Wildpark Alte Fasanerie überregionalem Ruf.
Hanau hat aufgrund der zentralen Lage in Deutschland, der guten Verkehrsanbindung zum Flughafen Frankfurt/Main und den Autobahnen gute Standortbedingungen.
Sehr gute Verkehrsinfrastruktur:
Hanau verfügt über mehrere direkte Autobahnanschlüsse: (A 45 Dortmund - Aschaffenburg, A 66 Frankfurt - Hanau und weiter Richtung Fulda sowie einen Autobahnanschluß an die A 3 Frankfurt - Würzburg). Seit 1995 hat Hanau S-Bahn-Anschluß nach Frankfurt a.M., Offenbach a.M., Mainz, Wiesbaden und zum Frankfurter Flughafen.
Regional-Express-Verbindungen bestehen u.a. nach Frankfurt a.M., Fulda, Würzburg, Wiesbaden und mit einer Fahrzeit von 24 Minuten zum Flughafen Frankfurt. Außerdem sind München, Stuttgart, Hannover, Hamburg, Bremen und Berlin insgesamt 26 mal täglich von Hanau aus direkt mit dem ICE erreichbar. Der Hanauer Mainhafen zählt zu den großen Binnenhäfen Deutschlands und ist der zweitgrößte Hafen am Main.
Zunehmende Bedeutung als Wohnsitzstandort
Mitte 1996 zählte die Kreisstadt Hanau 88.888 Einwohner und damit mehr als eineinhalb mal soviel wie 1950. Allein seit der Volkszählung 1987 stieg die Zahl der Einwohner um 5.497 Personen bzw. 6,6 %. Im Vergleich zur durchschnittlichen Bevölkerungszunahme des Main-Kinzig-Kreises (+ 12,4 %), der zu einem Einwohnerschwerpunkt in der Region wurde, war dies eine eher moderate Zunahme. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung betrug Mitte 1996 mit 19.029 Personen 21,4 %.
Der Einkommensteueranteil an den Gesamtsteuereinnahmen belief sich 1995 auf 51,7 %, der Anteil der Gewerbesteuer auf 32,5 %. Zum Vergleich: 1987 betrug der Anteil der Gewerbesteuer noch 54,0 %, der der Einkommensteuer 35,6 %. Die zunehmende Bedeutung der Stadt Hanau als Wohnsitzstandort wird hierbei deutlich. Der Gewerbesteuerhebesatz liegt 1997 bei 430 %.Im Jahr 1995/96 lag das Kaufkraftpotential in Hanau mit 30.143 DM pro Einwohner leicht über dem Durchschnitt des Main-Kinzig-Kreises (30.007 DM je Einwohner) und 10,7 % über dem Bundesdurchschnitt.
Bedeutender Industriestandort
Die Arbeitsstättenzählung: 1987 ergab für Hanau insgesamt 64.920 Beschäftigte. Damit lag die Stadt in Südhessen hinter Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt an vierter Stelle. Von den rund 35.000 Berufseinpendlern wurden mit 3.228 oder 9,2 % die meisten Einpendler aus der Stadt Bruchköbel gezählt, gefolgt von Rodenbach mit 2.287 bzw. 6,5 %. Umgekehrt pendelten 1987 allein 43 % der insgesamt rund 12.000 Berufsauspendler nach Frankfurt a.M. und fast 12 % nach Offenbach a.M.
Das Verhältnis von Wohnen und Arbeiten deutet darauf hin, daß Hanau neben einer Wohnstadt auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort ist. So kamen zuletzt (1995) auf 100 Einwohner statistisch ca. 66 Arbeitsplätze.
Bei der Arbeitsstättenzählung 1987 wurden in Hanau insgesamt 4.363 Arbeitsstätten erfaßt. Dabei hatten 67,7 % weniger als fünf Beschäftigte und 143 Arbeitsstätten (3,3 %) mehr als 50 Beschäftigte.
Von den 40 größten Industriebetrieben mit mehr als 200 Beschäftigten im Main-Kinzig-Kreis sind allein 18 Unternehmen in Hanau ansässig. Zu ihnen gehören Firmen wie die Degussa AG, Zweigniederlassung Hanau-Wolfgang (Forschung, Chemische Industrie), gefolgt von der W. C. Heraeus GmbH (u.a. Edelmetallerzeugnisse), der SP Reifenwerke GmbH (Gummiindustrie), der VAC Vacuumschmelze GmbH (Elektrotechnik), der Siemens AG, Brennelementewerk Hanau (Energietechnik), der Dunlop Tech GmbH (Kunststoffverarbeitung), der Balzers und Leybold Dtl. Holding AG (u.a. Vakuumtechnik) und der ABB Schaltanlagen GmbH (Elektrotechnik).
Beschäftigtenschwerpunkt
Im Produktionssektor:
Im Zeitraum 1987-1995 hat in Hanau die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe um 8.000 oder 26 % abgenommen, während gleichzeitig die Zahl der abhängig Beschäftigten im Tertiären Sektor um 3.355 bzw. 16 % zunahm. Insgesamt arbeiteten Mitte 1995 noch knapp die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Produktion.
Die Abnahme der Beschäftigten im Produktionssektor konnte nicht durch eine Zunahme der Beschäftigten im Dienstleistungssektor kompensiert werden. So wurden Ende September 1996 für die Stadt Hanau insgesamt 5.021 Arbeitslose registriert. Die Quote von 14,1 % lag über der des Bundeslandes Hessen mit 9,2 %.
Großes High-Tech-Angebot
In Hanau wurden 1995 32 High-Tech-Unternehmen gezählt. Die meisten Firmen werden dem Technikfeld Sensorik, Meß-, Regel- und Analysetechnik mit insgesamt acht Nennungen zugeordnet, gefolgt von dem Technikfeld Informations- und Kommunikationstechnik mit sieben Unternehmen. Weitere Firmen sind in den Feldern Mikroelektronik / Optoelektronik, Produktions- und Verfahrenstechnik bzw. Neue Werkstoffe vertreten.
In Hanau werden u.a. folgende High-Tech-Produkte bzw. -Dienstleistungen erzeugt: Vakuum-Bandbeschichtungen, Spezial-Folien für Kondensatoren, Spezial-Chemikalien für die Elektronik, Wasseraufbereitung mittels UV-Strahlung, Selten-Erd-Magnete, Prüftechnik in der Elektronikfertigung, Laserschutzglas, Elektronenstrahlschmelze, Edelmetallrückgewinnung aus Katalysatoren, Beryllium-Folien und -Fenster, Diamant-Spezialwerkzeuge, Chirurgische Laser.
Seit Februar 1995 beherbergt die Stadt Hanau die Außenstelle des Institutes für Solare Energieversorgungstechnik e.V. (ISET) mit rund 25 Mitarbeitern. Forschungsschwerpunkte liegen derzeit im umwelttechnischen Bereich (Industrieabwässer, kommunale Kläranlagen). Im Jahr 1996 wurde die Technologie- und Gründerzentrum Hanau GmbH gegründet.
Engpässe bei Gewerbeflächen
Für die Stadt Hanau wurden im Jahr 1996 insgesamt 501 ha Industrie- und Gewerbeflächen ausgewiesen. Davon umfassen die Reserveflächen 59 ha. In der Kernstadt befinden sich mit insgesamt 240 ha die größten Flächen. Weitere Gebiete befinden sich in Großauheim (inkl. Wolfgang) mit 190 ha, Klein-Auheim sowie Steinheim mit jeweils 32 ha. In der Stadt Hanau besteht ein erheblicher Nachfrageüberhang nach Flächen für die Erweiterung und Ansiedlung von Betrieben. Durch die Umnutzung der bisher von den amerikanischen Streitkräften genutzten Gebiete (ca. 35 ha) stehen jedoch zusätzliche Flächenpotentiale zur Verfügung, die eine gewisse Entlastung auf dem Flächenmarkt darstellen.
Kennziffern für Hanau
Fläche in [ha]: 7.651
Einwohner: 88.888 (Stand 30.06.1996)
Veränderung der Einwohnerzahl seit 1987 in [%]: 6,6
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte: 47.525 (Stand 30.6.1995)
Dienstleistungsbeschäftigte 1995 in [%] der Gesamtbeschäftigten (geschätzt): 61,0
Einkommensteuer am Gesamtsteueraufkommen 1995 in [%]: 51,7
Hebesatz in [%] 1997: 430
FIRST TAND FOREMOST
Located at the river Main, Hanau is a city of excitement, of glass buildings and small coffee shops, of high-rise apartments and tucked-away wooden frame houses. It is a city full of historical wonders and beautiful spots, a city you are sure to enjoy, love and remember.Who strolls along the wide pedestrian areas in Hanau, who enjoys the life in the inner city and the idyllic zones will probably fall in love with this town.Hanau is the perfect place to have a window-shopping expedition with its large pedestrian zones. You will find the big stores and small shops with almost every item you are looking for in the area around the Marktplatz (market square) and in the streets towards the Freiheitsplatz (`freedom place'). Hesse's largest and most beautiful weekly market takes place at the Grimm Brother's monument on the Marktplatz every Wednesday and Saturday.Talking about food: Hanau can be considered international with a broad variety of restaurants, cafes, ice-cream parlors, snack-bars... whatever your appetite might be - you will be satisfied in the Italian, Chinese, Vietnamese, Greek, German, American, Turkish, Mexican, Korean ... restaurants!The bars in Hanau offer a wide range of food and drinks and are the places to meet local nationals in an informal atmosphere. Be sure to have a fun evening in the streets and pubs all over Hanau.
Next to the river Main in Kesselstadt one of Hanau's most important cultural monuments is located - the castle Pillppsruhe in its park.In 1701 Count Phillipp Reinhard of Hanau-Lichtenberg had the foundation stone laid for a country castle in the Baroque style of French role models.The park was set with plants in ornamental form and water basins. The orangery building, a winter garden for exotic fruits as orange and lemon trees, at the end of the park was added in 1723. After the death of the last count of Hanau, Johann Reinhard, the landgraves of Hessen-Kassel owned the castle. From this time the classical interior of the White Hall, the southern stairways and the garden pavilion "Teehaus" (`Teahouse'). The park with elements from Baroque and Rococo was remodeled to an English landscape garden.1875-1880 the middle tract was enlarged, today's main stairways and the dome were erected. A large number of rooms got new ornamental plaster-work in shape of the third Rococo and wooden partsfrom neo renaissance. The classical guardhouses were replaced by a magnificent iron gate with golden parts.You can visit the castle and its surroundings the whole year. In the wonderful rooms of the main building the Hanau museum and the paper theater museum are located. The magnificent wedding hall provides couples with a stylish atmosphere. The castle garden contains a sculptural park. In summer the Grimm Brothers fairytale festival takes place here. You can also visit the museum café, the restaurant in the White Hall and a large terrace.
The Netherland Wallon Church is an important historical monument in spite of the extensive destruction. It was built between 1600 and 1608 and stands for the religious unity of thenew citizens. Wallon and Netherland church were united under one roof. After the destruction in the war, the Netherland church was rebuilt whereas the bigger Wallon church shall remain a memorial of the city's sufferings.It took a long time until the Grimm Brothers were cast into bronze in 1896. While they were still alive, in the year 1853 the Hanauer citizen and patron donated 500 florin for a monument.But until 1884, when a committee was found, nothing happened. As a price a competition the architects could win the job with a blueprint. The citizens commented on the designs with irony and humor. The monument was even rebuilt in the leisure park of Kofuko, Obihiro at Hokkaido, Japan in 1989. It is 6,45 meters high.Numerous exhibitions in the Goldschmiedehaus (House of Goldsmiths) and the beautiful half-timbered building itself attract many visitors at the Altstaedter Markt - the entrance is free and it is open from Tuesday until Sunday. It was built in 1537/1538 as the town hall and is the class A sight for national and international art of precious metal.
A modern city with a wonderful old town - half-timbered houses, medieval defense buildings next to shops and lively bars. You cannot miss the flair of this impressive town located between Wetterau and Vogelsberg. Let the atmosphere set you back in times when there where still knights and Lords living, fighting and loving in the German countries. Finish your visit with exploring the nice cafes and ice-cream parlors, vivid bars and excellent restaurants. You will not leave Buedingen without a great impression of the people and the region.Explore the city's shopping area along the Berliner-Strasse and in the small lanes that lead to the Altstadt and around the Marktplatz.The city offers a wide variety of restaurants, cafes and ice-cream parlors. You will find Chinese, Italian, German... restaurants with a large number of meals and dishes. The ice-cream parlors are excellent; one of them was awarded "the best ice-cream parlor in Hesse". Try some ice-cream and you will know why!In the evening you can join then nightlife of this beautiful city. Newly restored bars in half-timbered houses and old stone buildings give you an idea of the past and combine this with a modern atmosphere. From eight o'clock the streets start to fill, and later on people who went to the cinema near the 'Jerusalem Gate' join the people in the bars. These are the perfect places to meet friends as well as German nationals. Prices are affordable.
Buedingen is a city with lots of interesting sites, but there are countless hidden beauties that create a wonderful medieval flair. Peaceful green spots are close to historical locations and places to meet and talk to people.Have a short break and give you and your family the chance to discover the beauty of this place.This is the perfect place to enjoy complete leisure and relaxation in a tranquil atmosphere.The old defense walls and the walk along the battlements (Photo on the left above) belong to the best-preserved defense installations in the county. Feel like a medieval knight and watch out from the walls. Maybe you will discover robbers or an enemy troop of knights!Wonderful old half-timbered houses can be seen in Buedingen. Try and find your own secret path along the lanes in the `Altstadt' (old part of the city).
Buedingen, the climatic health resort, the medieval town situated in the midst of forested hills, in the Seemenbach Valley, still welcomes the visitor with its mighty walls, as it did in the olden times when travelers asked admittance at one of the gates.One of the most impressing sites in Buedingen is the 'Untertor', also called 'Jerusalem Gate' which was built in 1503 in the reign of count Ludwig II. of Ysenburg. The gate had the purpose to protect the easily accessible western front of the city. Its name results from the pilgrimage of one of the count's sons. It is often called 'Cross Gate' because at three crosses were erected beneath the Gerichtslinde ('Judicial Linden Tree').The castle of Buedingen is the special site of this marvelous town. It was built in 1533 (originally an ancient water castle). At and on the older fortified wall are apartments for servants from the 18th century.A Romanesque squared stone wall surrounds the main castle. You enter the inner court through a variety of beautiful gates. Have a look at the coat of arms of Count Johann V. or the `Wilden Maenner' (Wild Men).The tower dates from the second half of the 13th century, 1519 he is called 'Fry Thurm' (roughly translatable by 'free tower'). An inscription on the tower says: Turris Fortissima Nomen Dimini= The name of the lord is the strongest tower. The Palas is the oldest residential part of the castle, probably from the second half of the 12th century. The curved hall inside the castle originates from 1544 to 1547 and is decorated by wonderful murals. All styles of architecture are represented in the castle.
Are you looking for fun, history, cycling, friendliness, shopping, excitement, atmosphere, relaxation, swimming, art, markets, bars, music, sight-seeing, sports, hospitality, walking, nature, culture, astonishment, pureness, hidden beauty...? Gelnhausen is the perfect place for you!!! The exiting combination of modernity and tradition will fill you with enthusiasm. Relaxed shopping in wonderful small stores as well a joyful day at an outdoor swimming pool will soon make you and your family fans of this impressive city. Here are a few examples of the wide range of possibilities in Gelnhausen for you. Explore more, and most important: Have fun!!!Explore the city's shopping area around the Untermarkt (lower market) and along the small lanes that lead to the Untermarkt if you like small shops with items from glasswork to greeting cards.A big store and more shops are located along the street "Im Ziegelhaus".The city's offer of restaurants, bakeries and cafes can satisfy every desire for food. You will find Chinese, Thai, Italian, German... restaurants with a wide range of meals. The cafes are small and quiet, modern and lively or traditional and excellent.In the evening you can join then nightlife of this vivid city. Bars in half-timbered houses give you a comfortable feeling and the chance to relax after a long day, modern bars impress with their atmosphere and their wide range of drinks as well as food. Prices are affordable. If you want to have fun in a great atmosphere, be sure to find it here.
When you visit Gelnhausen for the first time, the easiest way ofexploring the city is by bus.Gelnhausen provides citizens as well as visitors with a great bus system:For DM 3 per for adults and DM 1.50 for children you can reach every sight from 6.00hrs until about 19.30hrs. The buses stop at the stations every 20 or 30 minutes.Look out for this signYou will find playgrounds everywhere in the city, for example at the Muellerwiese (Miller's Meadow) or at the Stadtgarten (City Park) which is perfect for a family picnic. From the "Halbmond" (Half Moon) you have a wonderful view over the city and the Kinzig-Valley.The perfect place for a chill-out day is the 'Waldschwimmbad' in Roth (an outdoor pool). A pool for children and a mother-child area attract families, and people who like sports can either play badminton, beach-volleyball or crazy golf. Enjoy the large lawn for sunbathing and a restaurant with a patio.You can reach this attractive pool facility located in the woods by traveling on A66 towards Gelnhausen. Take exits "Gruendau-Lieblos" or "Gelnhausen West" and follow the sign "Roth". Reaching the center of the city follow the Waldschwimmbad signs.Opening hours: 9.00 to 19.00hrs from May 15thuntil September 1stEntrance fee: Adults DM 4, children DM 1.50
The former free city of Gelnhausen combines history with modern times in an impressive way. Relicts from the turbulent past shape the cityscape.The most interesting sight is the Marienkirche (Mary's Church). This magnificent church was built between 1170 and 1250 on the grounds of a former chapel. The belltower is Romanesque, while the nave and choir show a smooth transition to the Gothic style. Among the fine works of art inside the church, the precious sculptures on the choir screen are unique throughout Germany.The second church of interest is the Pauls-kirche (St. Paul's church) on the Obermarkt (Upper market), dating from the 12thcentury. After it had been used as a stock for years, it was remodeled and carefully restored several decades ago. Therefore it combines historical structures with a modern flair.The building that made Gelnhausen famous in former times, apart from its location at an important trade route, was the Kaiserpfalz (ImperialPalace) from the legendary emperorBarbarossa (Redbeard). It is known that from 1180, when Gelnhausen was declared a free city at the Reichstag (Imperial Diet), until his death, the emperor resided here for some time every second year. His son, Henry V, called the castle his most beloved place. Although the castle had been neglected some time in the past, the ruins still bear witness to the impressive achievement in architecture and give an idea of medieval splendor.
Erlensee combines the past with the present and is open to all the Americans that are living at Fliegerhorst or elsewhere. Although it is not too big, you will almost everything you need there.A well-known weekly market takes place at the place in front of the Rathaus (Open from 7-13hrs). The Festplatz is the place for a big fleamarket (every two weeks in summer and every four weeks in winter). The central point for shopping is the Langendiebacher Strasse with several shops and supermarkets.Erlensee provides its visitors as well as its citizens with a number of different restaurants. But it is more famous for its two ice-cream parlors (of the same owner). You are sure to find some of the local citizens there in summertime. The restaurants offer a variety of specialties of Chinese, Italian, Croatian, Turkish and of course German food. A tip: for fast lunches go to the so-called Imbiss were you get German sausages, Hamburgers... The indoor pool of Erlensee is one of the most modern swimming facilities in the whole area. At day a usual swimming pool, it develops to a swimming disco in the evening with underwater light show and good music. Every event is highly frequented by local citizens as well as strangers.
HistoryThe community Erlensee is located at the Landesstrasse 40 and the A 66/A 45 in the north-east of Hanau. In the area of Rueckingen close to the river Kinzig are remains of a Roman Kastellbades (`castle baths'). Among defense walls from the last centuries old fountains and half-timbered houses decorate the streets of the community. Industrial changes had an effect on the community's structures.Rueckingen: finds aim at settlement since the bronze era. It was mentioned in documents in 1173. In Rückingen most of the citizens worked as craftsmen and not as farmers in the 18th and 19th century.Langendiebach was under the ownership of Mainz and Hanau until it was added to Isenburg in 1476. It suffered severely in the thirty-years-war when Hanau was occupied and besieged. Around 1800 only 186 citizens were left. Also the Napoleonic wars at the beginning of the 19th century brought the village looting, contribution and diseases. The village was also stressed by the huge amount of war debts. Until deep into the 19th century Langendiebach remained an agricultural village.In 1970 the communities of Rueckingen and Langendiebach joined together, as they had grown to over 5000 citizens after the Second World War, to the new community of Erlensee. Today Erlensee includes amixed infrastructure with industry, trade and service companies.Picture Wasserburg ('water castle')
The inner city of Bruchkoebel stands out due to the small lanes with wonderful half-timbered houses and the illuminated defense tower of the Protestant Jakobus Church at the Freier Platz (`free place'). In 1128 Bruchkoebel was mentioned in a document of the archbishop Adelbert of Mainz as "minor chevela". The name "Bruchkebele" appears in the year 1247.On February 6th in 1368 the emperor Karl IV. granted at a visit to Frankfurt the city rights also to Bruchkoebel. They allowed the citizens to have a market and built gates, towers, walls and ditches to protect their city. Also they never used the city rights, the building of the Heeg-Ditch as well as the defense tower in 1410 - the emblem of the city today-can be related to that. Bruchkoebel was of great importance in former times. It was the seat of the Hals- and Zehntgericht (roughly translatable as `throat- and tithe court') which was responsible for the area of Hanau and the wholeBuecher-Valley.In the middle of the 14th century Bruchkoebel was flooded, the bubonic plague was brought in by seafarers and after floods a disastrousdrought occurred in 1351.While the Thirty-Years-War Bruchkoebel was totally destroyed: only the the defense tower, the Protestant-Lutheran church and one house in the Schweizergasse were left. From 1806 until 1810 Bruchkobel was under French military administration. In the Revolutionary Wars, the Napoleonic campaigns and liberation wars the citizens of Bruchkoebel suffered more or less (from 1792 to 1814). In 1820 Bruchkoebel had 478 citizens.An important phase of development was the era after the Second World War, Bruchkoebel grew from a village to a city and the number of citizens increased rapidly. From 1972 the old part of the town was restored. On May 7th 1972 the community with Bruchköbel, Butterstadt, Niederissigheim, Oberissigheim and Roßdorf were given the city rights.
The leisure facilities "Camping field Baerensee" of the city of Bruchkoebel is located between wide ranged and meadows. Placed in the midst of Germany, the area is ideal for travelling campers from north to south and vice versa. But it is also perfect for the holiday-maker who wants to get in touch with the beautiful surroundings of Spessart and Taunus. It is close to the Autobahn but very quiet and peaceful.Therefore it is possible to make various trips and excursions to castles and ruins in the environs of the camping field, to the airport in Frankfurt and the center of the banks of Germany and the European Union. You can reach the fair city Frankfurt in 20 minutes via autobahn.What does the Baerensee offer its guests?Most modern sanitary facilitiesA special entrance to the waterfor handicapped personsChanging facilities at the beachWC and showers for handicappedpersonsShowers at the beachChildren's playgroundRestaurantSmall sportsfieldSelf-service shopAnglingKioskCrazy golfWashing-machineIce-shootingDrierTable-tennisThe facility is open all the year for permanent campers. For short-term campers it is open from March 1st until October 31st of the year. For further information call the economical companies of the city of Bruchkoebel, department camping field, at number 06181/975224 or directly at the camping administration at 06181/12306.
Und noch mehr zur Geschichte Hanaus:
Römer und Vor- und Frühgeschichte
Jungsteinzeitliche Gefäße und
Getreidemühle (5000 v. Chr.)
Die fruchtbare Wetterau und die lößbedeckten Höhenzüge im Norden der Untermainebene von Main und Kinzig prädestinierten die Besiedlung Hanaus schon lange vor den Römern. Westlich von Steinheim hinterließen erste Menschen bereits im Mittelpaläolithikum vor ca. 200.000 bis 40.000 v.Chr. ihre Spuren.
Die römische Besiedlung des Hanauer Raumes erstreckte sich von der zweiten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts bis um 260 n.Chr.. Auslöser waren in einer ersten Phase militärisch-strategische Gesichtspunkte, während diese von verstärkt zivilen und ökonomischen Gesichtspunkten abgelöst wurden. Die strategische Bedeutung Hanaus war außerordentlich hoch. Lag der Ort doch an der Nahtstelle des Ostwetterau-Limes zur "nassen" Maingrenze, an einem Straßenknotenpunkt und einer Mainbrücke. Die Infrastruktur der Verkehrswege ähnelte den heutigen Verhältnissen.
Zeugnisse der römischen Besiedelung sind im Stadtteil Kesselstadt am Salisberg konserviert. Im Osten der Stadt ist die Wallanlage eines Holz-Erde-Kleinkastells am Neuwirtshaus sowie in weiten Strecken der Limes sichtbar.
Vor- und frühgeschichtliche Funde sind im Museum Schloß Steinheim zu sehen. Hervorzuheben ist das rekonstruierte "Mithräum" im Schloßgewölbe. Eine Einführung in die Römerzeit im Raum Hanau gibt der Film "Unter römischer Herrschaft".
Das Hessische Puppenmuseum ist im Besitz einer der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen antiken Spielzeugs (Römer, Griechen, Kopten).
Hanau ist Mitglied im Verein Deutsche Limes-Straße.
400 Jahre Wallonisch-Niederländische Gemeinde und Neustadt Hanau 1597-1997
Stadtgrundriß Hanau 1636
Die Geschichte der Stadt Hanau ist reich an tiefgreifenden Begebenheiten und besonderen Ereignissen. So feierte Hanau im Jahr 1997 das 400ste Jubiläum der Gründung der Neustadt Hanau und der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde.
Durch den hier gezeigten politischen Weitblick und als Vorbild für vergleichbare Gründungen in ganz Deutschland war dies ein Ereignis von europäischem Rang.
Am 1. Juni 1597 wurde der Vertrag, die "Capitulation", vom Landesherrn Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg unterzeichnet. Hierdurch fanden calvinistisch reformierte Flüchtlinge aus den spanischen Niederlanden und Nord-Frankreich eine neue weltliche und geistliche Heimat.
Den Gründern der Neustadt wurde genehmigt, sich vor den Toren der (Alt-) Stadt Hanau anzusiedeln und eine eigene Stadt zu erbauen. Beide Städte bestanden jahrhundertelang selbstverwaltet nebeneinander. Die Befestigungsanlagen zwischen den Städten wurden erst im Jahre 1767 geschleift, die Verwaltungen schließlich um 1833 zusammengelegt.
Ein städtebauliches Novum ist die sehr früh in Deutschland planmäßig angelegte Stadt. Weitere sollten folgen, wie z.B. Mannheim 1606, Erlangen - Neustadt 1686 und auch Neu-Isenburg 1699. Grundschema für die Neustadt Hanau ist ein rationales Rechteckraster von Straßen und Baublöcken, umgeben von einem Bastionsstern. Zwei der mittleren Plankarrees bleiben von Bebauung frei und bilden den Markplatz und den Kirchplatz, auf dem die Wallonisch-Niederländische Kirche erbaut wurde.
Die Zweisprachigkeit der neuen Gemeinde erforderte ungewöhnliche Lösungen, um das Gemeinschaftsgefühl zu bestärken. Eine zwischen 1600 und 1608 erbaute Doppelkirche, steht durch ihre bauliche Verbindung für alle sichtbar als Symbol der religiösen Gemeinsamkeit der Neubürger.
Die den Neubürgern gewährten Freiheiten waren wegweisend; die Wahlbestimmungen von Stadt und Kirche in ihrer demokratischen Ordnung der Zeit weit voraus.
Kunst, Kultur und Wirtschaft entwickelten sich zu europaweit hoch angesehenen Sparten. Beispielhaft sei hier genannt die Gründung der ersten deutschen Fayencemanufaktur 1661 (Hanauer Fayencen), die prägende frühe Stillebenmalerei sowie die Silber- bzw. Goldschmiedekunst. Meisterhafte Exponate sind im Museum Hanau Schloß Philippsruhe zu sehen.
Rasch entstanden in der Hanauer Neustadt zahlreiche Manufakturen, die vor allem Luxusgüter für die Höfe Europas herstellten: Posamentierer, Strumpfwirker, Handschuhmacher, Tuchweber, Hutmacher, Gold- und Silberschmiede, Teppichwirker begründeten Hanaus Ruf.
Die verkehrsgünstige Lage der Stadt an internationalen Handelswegen und nahe der Frankfurter Messe machte den Handel leicht. Freilich auch das Privileg der Gewerbefreiheit (in Frankfurt/Main erst 250 Jahre später), welches zusammen mit steuerlichen Erleichterungen und der Befreiung von Bürgerpflichten den Neustadtbürgern gewährt wurde.
Bereits im 16. Jahrhundert hat ein weitblickender Hanauer Graf gezeigt, was Wirtschaftsförderung zur rechten Zeit und mit rechten Mitteln bewirken kann. 1597 wurden die Grundlagen für Hanaus Entwicklung zum Industriestandort geschaffen mit Auswirkungen auf die wirtschaftliche Prosperität bis zum heutigen Tag.
Die Tradition, innovative Ideen und Know-how in diese Stadt zu bringen und hier zu ihrem Wohl zu verwurzeln wird mit gemeinsamen Anstrengungen von Stadt, ihren Bürgern und Unternehmen bis in heutige Tage fortgeführt.
Eine Zeitreise
durch Hanaus Geschichte
Hanau, das waren mehr als 200 Jahre zwei eigenständige Städte, das alte Hanau und Neu-Hanau. Hanau heute, das sind aber auch die Stadtteile mit ihrer weit zurückreichenden eigenständigen Geschichte.
Entdecken Sie die Vielfalt und reisen Sie mit in die faszinierende Geschichte dieser Stadt.
bis 1500
Seit der jüngeren Steinzeit erste Siedlungen
ab 83 n. Chr. Bau des Limes und spätere Schaffung eines Überganges nach Germanien beim Neuwirtshaus.
798 Ersterwähnung von Mittelbuchen
806 Erstmals Nennung des Ortes Auheim im Schenkungsverzeichnis des Klosters Lorsch.
1143 20.3. Erste urkundliche Erwähnung Hanaus.
1222 19.12. Erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Steinheim.
1234 Erste urkundliche Erwähnung der Burg Hanau als Castrum in Hagenowen.
1243 Beginn der Stammreihe der Herren von Hanau mit Reinhard I.
1294 Die Kirche zu Niedersteinheim wird erstmals urkundlich genannt. Sie ist Mutterkirche für die Orte Obersteinheim, Großauheim, Klein-Auheim und Hainstadt
1300 König Albrecht I. ernennt Ulrich I. von Hanau zum Landvogt der Wetterau.
1301 Ulrich I. zerstört die Steinheimer Burg.
1302 Die Mittelbuchener Pfarrkirche wird erstmals erwähnt.
1303 2.2. Verleihung der Stadtrechte für Hanau und das Recht auf einen Wochenmarkt durch König Albrecht zu Habsburg (700-Jahrfeier).
1317 Erstmalige Erwähnung einer Kirche in Hanau. Sie ist der Heiligen Maria Magdalena geweiht
1320 Bei der Burg Steinheim gelegene Siedlung erhält von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadtrechte.
1338 Vollendung der ersten Stadtbefestigung Hanaus.
1351 Belehnung mit den Juden in hanauischen Orten.
1419 Vereitelung eines mainzischen Anschlags auf Stadt und Burg Hanau. Martiniweinspende (bis 1830).
1425 Der Mainzer Erzbischof Konrad von Daun erwirbt Burg und Stadt Steinheim und die beiden Auheim.
1429 Reinhard II. wird in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben.
1436 Graf Reinhard II. verlegt seine ständige Hofhaltung von Windecken nach Hanau. Dies führt zu einem Aufschwung in der Stadtentwicklung.
1438 Erzbischof Theoderich von Mainz verpfändet Großauheim an die Hanauer Gräfin Katharina.
1449 Umbau und Vergrößerung der Maria-Magdalena-Kirche, die Grabstätte der Hanauer Grafen wird.
1458 Teilung des Hanauer Grafenhauses in die Linie Hanau-Münzenberg und Hanau-Lichtenberg.
1468 Der Trompeter Hasefuß stiftet in der Bulau eine Kapelle zu Ehren des heiligen Wolfgang.
1478 Erwerbung von Eschersheim, Ginnheim und Nauheim.
1484 Bau des Hanauer Rathauses Ecke Metzgergasse / Altstädter Markt.
1496 Annahme von "Münzenberg" in Titel und Wappen.
Das 16. Jahrhundert
1525 Niederrodenbacher Bauern zerstören das Kloster Wolfgang.
1528 Beginn der Reformation in Hanau.
1528-31 Bau eines erweiteten Befestigungsgürtel nach dem Polygonalsystem.
1537 Baubeginn des "neuen" Rathauses (Altstädter Rathaus), dem heutigen Deutschen Goldschmiedehaus.
1555- 1572 Ausbau des heutigen Schloß Steinheim.
1559 Annahme von "Rienek" in Titel und Wappen.
1593 Erste Hanauer Druckerei durch Wilhelm Antonius. Erstes Abendmahl in reformierter Weise.
1594 Erste französische Predigt in der Schloßkapelle zu Hanau.
1595 Graf Philipp Ludwig II. tritt die Regentschaft an.
November Bitte der schon in Hanau ansässigen Fremden um kirchliche, politische und wirtschaftliche Freiheiten. 18 Punkte an Graf Philipp Ludwig II.
1596 Vermählung des Grafen Philipp Ludwig II. mit Katharina Belgia, der Tochter Wilhelms von Oranien.
28.8. Gesuch der Deputierten der reformierten Fremdenkirche in Frankfurt an den Hanauer Grafen um Schutz und Aufnahme in Hanau.
Dezember Erster Entwurf einer "Capitulation" (29 Abschnitte mit religiösen, politischen und wirtschaftlichen Bestimmungen der Ansiedlungen in Hanau).
1597 1.6. Unterzeichnung der "Capitulation" durch Philipp Ludwig II. Sie gilt als Gründungsurkunde für die Neustadt Hanau und die Wallonisch-Niederländische Gemeinde.
Das 17. Jahrhundert
1600 9.4. Grundsteinlegung der Wallonisch-Niederländischen Kirche.
1601 Eröffnung der Steinheimer Pforte.
8.4. Verabschiedung der Ratsordnung für die Neustadt Hanau.
1.8. Unterzeichnung des Transfix, mit weitreichenden "demokratischen" Freiheiten für die Neustadt.
5.1. Philipp Ludwig II. empfängt in Steinau ein Schreiben des Kurfürsten von Mainz mit der Nachricht, daß er keine Festung in Hanau errichten solle.
18.5. Hanauer Regierung berät erneut, "wie man Frankfurt wehe tun könne"; Sturio schlägt vor, alle Mittel anzuwenden, die nicht der Reichskonstitution zuwiderlaufen.
18.12. Philipp Ludwig räumt den Juden einen Platz die Judengasse für ihre Ansiedlung ein.
1603 Beginn der Gegenreformation in den zwischen Hanau und Kurmainz gemeinschaftlichen und in den vom Stift Würzburg zu Lehen führenden Gebietsteilen.
1604 Einweihung des Frankfurter Tors.
3.1. Ratifikation von "Capitulation" und Transfix.
1605 Erstmals Pest in Hanau.
1606 Bürgermeister und der Rat der Neustadt wenden sich gegen die Errichtung von Zünften in der Neustadt.
1607 Februar Subsidienordnung zur Unterhaltung einer Hohen Schule in Hanau und Ernennung von vier Scholarchen.
1.4. Fünf mainzische Schiffe versenken das Hanauer Marktschiff.
18.7. Philipp Ludwig fundiert die neue Landesschule.
Fertigstellung der Doppelkirche von Wallonen und Niederländern.
1609 29.10. Erste Predigt durch Clement Bosio (du Boys) in der neuen Wallonischen Kirche.
1610 18.7. Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg schließt mit Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg einen Erbvertrag, nach dem beim Aussterben der einen Linie deren Besitz an die andere fallen soll.
1612 12.3. Graf Philipp Ludwig erläßt für die beiden Kirchengemeinden der Neustadt eine Kirchenordnung.
5.4. Grundsteinlegung der neuen Hohen Schule durch Philipp Moritz.
1617 Einweihung des Kanaltors und Fertigstellung des Mainkanals.
1618 Beginn des Tabakhandels.
1619 Heirat zwischen Wilhelm V. von Hessen-Kassel und Amelie Elisabeth, Tochter von Philipp Ludwig II. und Catharina Belgia.
1620 Erste kriegerische Handlungen in Hanau.
1629 Einschließung der Festung Hanau.
1630 Einzug der befreundeten Schweden in Hanau während des Dreißigjährigen Krieges.
1632 Gustav Adolf schenkt das Amt Steinheim den Hanauer Grafen.
1635 15.9. Beginn der Belagerung Hanaus durch den kaiserlichen General Lamboy.
1636 13.6. Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel befreit mit einem hessisch-schwedischen Heer die Stadt Hanau von den Belagerungstruppen des Generals Lamboy.
1638 12.2. Major Freiherr Johann Winter von Güldenbronn befreit Hanau und vertreibt den schwedischen Stadtkommandanten, General Ramsay. Übergabe der Stadt an den Grafen Philipp Moritz.
1642 12.1. Aussterben der Linie Hanau-Münzenberg; die Linie Hanau-Lichtenberg tritt die Nachfolge an.
1643 Nachfolgevertrag mit Hessen-Kassel wegen der Grafschaft Hanau-Münzenberg.
1647/48 Kampfhandlungen und Plünderung in Großauheim, Steinheim und Klein-Auheim.
1658 Grundsteinlegung der Johanneskirche als neue lutherische Kirche in der Altstadt.
1661 Gründung der ersten deutschen Fayence-Manufaktur in Hanau.
1664 Einweihung der Johanneskirche.
1665 Einweihung des Gebäudes der Hohen Landesschule.
1669 28.7. Vertragsabschluß Friedrich Casimirs mit der Westindischen Kompanie in Amsterdam über die Gründung des Königreichs Hanauisch-Indien als hanauische Kolonie am Orinoco in Südamerika.
1678 7.12. Beginn des Hanauischen Mercurius, der ältesten hessischen Zeitung.
Das 18. Jahrhundert
1701 8.8. Grundsteinlegung von Schloß Philippsruhe.
1709 Entdeckung des Gesundbrunnens durch zwei Kräuterweiber. Spätere Errichtung der Kuranlagen Wilhelmsbad an dieser Stelle.
1712 Erste Teile des Schloß Philippsruhe sind bezugsfertig.
1714 Erbauung der Hellerbrücke aus Stein und erstmalige Straßenbeleuchtung in Hanau. Die Fasanerie wird angelegt.
1725 Unter dem Titel "Wöchentliche Hanauer Frag- und Anzeigungsnachrichten" erscheint die erste Nummer des Hanauer Wochenblattes (aus dem sich der Hanauer Anzeiger entwickelt).
1725- 1733 Bau des Neustädter Rathaus.
1736 Gründung der Leihbank durch Wilhelm VIII.
1738 Einweihung des Gebäudes der Hohen Landesschule.
1756 Besetzung der Grafschaft Hanau durch französische Truppen.
1765 Erbprinz Wilhelm läßt die Befestigungswälle zwischen Alt- und Neustadt Hanau niederlegen. Entstehung des Paradeplatzes (heute Freiheitsplatz).
1767 Einrichtung einer Hanauischen Post neben der Taxisschen Post (Hanauer Postamt bis 1816).
1768 Errichtung des Stadttheaters und des Kollegienhauses (heute Behördenhaus).
1772 Stiftung der Zeichenakademie als älteste Fachschule im ehemaligen Kurfürstentum Hessen.
1775 Errichtung der Ehrensäule.
1776 Durch Subsidienvertrag wird der Soldatenhandel im Feldzug Englands gegen Amerika abgeschlossen (ca. 2400 Hanauer gingen nach Amerika).
1777 Baubeginn für die Kuranlage Wilhelmsbad.
1778 1.1. Gründung des Hanauischen Magazins als gemeinnützige Wochenschrift.
1780 Bau eines Zeughauses. Goethe besucht Wilhelmsbad.
1781 8.7. Eröffnung des Theaters (Comoedienhaus) in Wilhelmsbad.
Juli bis Sept. Große Freimaurertagung in Wilhelmsbad.
1785 Abschaffung der Folter in Hanau.
24.1. Geburt von Jacob Grimm.
1786 24.2. Geburt von Wilhelm Grimm.
1787 Per Dekret wird den Katholiken der Gottesdienst in der Stadt gestattet.
1793 Beginn des Lamboyfestes.
Das 19. Jahrhundert
1801 Das Oberamt Steinheim wird von Kurmainz getrennt und Hessen-Darmstadt zugeordnet.
1803 Napoleon löst das Kurfürstentum Mainz auf. Wilhelm IX. nimmt den Titel des Kurfürsten Wilhelm I. an.
1806 Franzosen beschlagnahmen das Schloß Philippsruhe und schleifen die Befestigungsanlagen. Französische Militärverwaltung; Wilhelm IX. flieht nach Kassel.
1808 10.8. Gründung der Wetterauischen Gesellschaft für gesamte Naturkunde.
1809 3.3. Napoleon weist den Katholiken eine Kirche in Hanau zu.
1812 13.5. Napoleon mit seiner Gemahlin Marie Luise auf der Durchreise in Hanau.
16.12. Napoleon übernachtet inkognito als Herzog von Piacenza im Gasthaus zum Riesen.
1813 30/31.10. Schlacht bei Hanau zwischen französischen und bayrisch-österreichischen Truppen unter General Wrede. Letzter Sieg Napoleons auf deutschem Boden.
1816 Staatsvertrag zwischen Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel (Kurhessen). Der Main wird Grenzfluß.
1817 Gründung des ersten Turnvereins in Hanau. Gesetz zur Vereinigung des Fürstentums Hanau mit den kurhessischen Provinzen als unteilbares Ganzes.
1818 Vereinigung der lutherischen und reformierten Bekenntnisse zur Hanauer Union nach den Beschlüssen der Hanauer Synode vom 27.05.-01.06.1818. Die Wallonische und Niederländische Gemeinde treten nicht bei und wahren ihre Selbständigkeit.
1821 Ein gemeinsamer Bürgermeister für Alt- und Neu-Hanau.
1829 Älterer Teil des Stadtschlosses, Schloßturm und Margarethenturm sowie Kinzigbrücke werden abgerissen. Die katholische Pfarrei Hanau wird dem Bistum Mainz entzogen und der 1828 errichteten Diäzöse Fulda einverleibt.
1830 24.9. Hanauer Deputation kehrt aus Kassel zurück (Mautverhandlungen), danach Stürmung des Mainzollamtes durch Hanauer Bürger ("Hanauer Krawalle").
1834 Gründung des Hanauer Handels- und Gewerbevereins als Vorläufer der Handelskammer. Durch die Kurhessische Gemeindeordnung werden Alt-Hanau und Neu-Hanau vereinigt.
1837 Erstes Hanauer Adreßbuch. Gründung der Turngemeinde Hanau.
1841 Eröffnung der Stadtsparkasse im Stadthaus.
1843 30.8. Baugenehmigung für die erste hessische Eisenbahnstrecke Hanau-Frankfurt.
1844 18.9. Bezirksverein für hessische Landeskunde wird als Vorläufer des Hanauer Geschichtsvereins auf Veranlassung des Regierungsrat Ruth gegründet.
Gründung der Stadtbücherei.
1848 Nach der Französischen Februarrevolution wird Hanau Ausgangspunkt der kurhessischen Bewegung. Bildung von Bürgergarde und bewaffneten Freikorps.
2.3. Empfang der Hanauer Deputation (Schärttner, Jung, Wagner) in Kassel.
10.3. Hanauer Ultimatum an den Kurfürsten. In Hanau herrscht Kriegs- und Belagerungszustand.
12.3. Hanauer Deputierte verkünden die Annahme des Ultimatums durch den Kurfürsten.
2.4. Erster Deutscher Turnertag in der Wallonischen Kirche. Gründung des Deutschen Turnerbundes Rede von Turnvater Jahn.
14.5. Robert Blum, Mitglied der Nationalversammlung, hält eine Rede auf dem Maifest in Wilhelmsbad.
10.9. Eröffnung der Eisenbahnlinie Frankfurt-Hanau. Das Marktschiff stellt seine Fahrten ein.
1849 2.6. Hanauer Turner unter Schärttner ziehen nach Baden.
1850 7.9. Verhängung des Kriegszustandes über kurhessisches Land.
1851 Wilhelm Carl Heraeus übernimmt die Einhorn-Apotheke. Inbetriebnahme von Gaslaternen als Straßenbeleuchtung. Inbetriebnahme der Königlich-Bayrischen Staatstelegraphenlinie von Aschaffenburg nach Hanau.
Verhängung der Bundesexekution über das kurhessische Land. Die Strafbayern halten die Stadt neun Monate besetzt.
1853 Verbindung des Namens "Hanau" mit dem Regentenhaus Hessen (Titel "Fürsten von Hanau").
1861 Letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Hanauer Schafott. Konstituierung der Freiwilligen Feuerwehr.
1866 20.6. Verhaftung des Kurfürsten durch Preußen.
16.7. Preußische Truppen rücken in Hanau ein.
1867 Gründung des Allgemeinen Arbeitervereins durch Matthias Dassbach, Vorläufer der SPD.
1869 Geburt von August Gaul in Großauheim.
1871 Schloß Philippsruhe geht in den Besitz des Landgrafen Friedrich von Hessen über.
1873 Eröffnung der Mainbrücke zwischen Steinheim und Hanau.
1874 Eröffnung der ersten Hanauer Diamantschleiferei durch Friedrich Houy.
1875 Entstehung einer Pulverfabrik in der Bulau. Umbau von Schloß Philippsruhe.
1879 Steinerne Lamboybrücke wird dem Verkehr übergeben.
1881 Erster Bürgersteig (Hochtrottoir) wird am Kanaltor angelegt.
1886 1.4. Hanau wird kreisfreie Stadt und scheidet aus dem Kreis Hanau aus.
1887 Inbetriebnahme des ersten Hanauer Stadttelefons mit 45 Teilnehmer.
1888 Errichtung der Pumpstation Leipziger Straße.
1889 Übernahme der Platinschmelze durch Dr. Wilhelm Heraeus und Heinrich Heraeus.
1890 Bau der Hanauer zentralen Wasserversorgung und Kanalisation.
1893 1.3. Deutsche Dunlop Compagnie AG nimmt ihre Produktion von Fahrradreifen in Hanau auf.
1895 Geburt von Paul Hindemith.
1896 Nationaldenkmal der Brüder Grimm wird auf dem Neustädter Markt eingeweiht.
1897 Errichtung des Graf Philipp-Ludwig-Denkmals an der Französischen Allee.
1898 Betriebseröffnung des städtischen Elektrizitätswerkes
Das 20. Jahrhundert
1902 Dunlop AG produziert erstmals Autoreifen.
1907 1.4. Eingemeindung von Kesselstadt.
1908 Einführung der elektrischen Straßenbahn in Hanau (heutige Hanauer Straßenbahn AG, HSB).
1910 Beginn der Kanalisierungsarbeiten im Main (bis 1920).
1918 8.1. Bildung eines Arbeiter und Soldatenrates.
18./19.2. Unruhen in Hanau mit Plünderung des Lebensmittellagers und von Schloß Philippsruhe.
1919 23.2. Regierungstruppen und Bürgerwehr bringen Hanau in Regierungsgewalt.
1920 6.4. Französische Truppen besetzen Hanau.
17.5. Räumung der Stadt von französischen Truppen.
1921 Beginn des Hafenausbaus (bis 1924).
1928 18.11. Einweihung der Stadthalle (ehemaliger Marstall des Stadtschlosses).
1933 Aussetzung der demokratischen Selbstverwaltung nach der nationalsozialistischen Machtübernahme.
1938 Vereinigung von Groß- und Klein-Steinheim zur Stadt Steinheim. Brand der jüdischen Synagoge in der Reichskristallnacht.
1942 Das Altstädter Rathaus wird Deutsches Goldschmiedehaus.
1945 19.3. Vollkommene Zerstörung der Hanauer Innenstadt durch Luftangriff (Einwohnerzahl sinkt unter 10.000).
28.3. Besetzung der Stadt Hanau durch amerikanische Truppen.
18.8. Bildung des freiwilligen Ehrendienstes zur Trümmerbeseitigung.
Erste Hanauer Nachkriegsvolkszählung (ca. 15.000 Einwohner)
1946 26.5. Wahl der ersten Stadtverordnetenversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg.
1951 Erwerb des Schloßes und des Schloßparks Philippsruhe vom landgräflichen Haus Hessen-Rumpenheim. Das erste hessische Dorfgemeinschaftshaus wird in Mittelbuchen eingeweiht.
1954 Hanauer Volkszählung ergibt 39.511 Einwohner (Vorkriegshöchststand 42.191).
1956 Großauheim wird zur Stadt erhoben.
1958 Erstmalige Ausrichtung des Hanauer Bürgerfestes im Schloßpark Philippsruhe zur Erinnerung der Leistung des Ehrendienstes beim Wiederaufbau der Stadt Hanau. Wiedereröffnung des Goldschmiedehauses im Altstädter Rathaus.
1963 Hessentag in Hanau.
1965 Einweihung des wiederaufgebauten Rathauses. Baubeginn für den Weststadt-Komplex.
1972 Eingemeindung Mittelbuchens zur Stadt Hanau.
1974 1.7. Im Rahmen der Hessischen Gebietsreform werden die Städte Großauheim, Klein-Auheim und Steinheim, die Gemeinde Wolfgang sowie der ehemalige Wachenbuchener Ortsteil Hohe Tanne Hanauer Stadtteile.
1978 675-jähriges Jubiläum der Altstadt Hanau. Neubau der Hohen Landesschule, Erwerb des Steinheimer Schlosses.
1984 7.8. Teile des Schlosses Philippsruhe werden durch einen Großbrand vernichtet.
1997 400 Jahrfeier der Gründung der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde und Neustadt Hanau.
1998 Jubiläum "150 Jahre Revolution und Turnerbewegung Hanau 1848-1998"
1999 Jubiläum "1200 Jahre Buchen".
Sehenswürdigkeiten: Schloss Philippsruhe
Das Schloss Philippsruhe
Unmittelbar am Main bei Kesselstadt liegt eines der bedeutendsten Kultur- und Baudenkmäler Hanaus - Schloß Philippsruhe mit seinem Park.
Im Jahr 1701 ließ Graf Philipp Reinhard von Hanau-Lichtenberg den Grundstein für ein Landschloß im Stil des Barock nach französischen Vorbildern legen. Um einen Ehrenhof gruppieren sich die zweigeschossigen Gebäudeteile der Wohntrakte. Seitliche, nur eingeschossige Flügelbauten unterstreichen die Dominanz des Mittelbaues. Bereits 1702 wurde die Anlage um zwei an die Seitenflügel anschließende Eckpavillons erweitert; 1706 Remise und Marstall dem Hauptgebäude vorgelagert. Gleichzeitig begann der Innenausbau mit den Stukkateuren Eugenio Castelli und Antonio Genone.
Der sich anschließende Park wurde mit Pflanzenrabatten in Ornamentformen und Wasserbassins angelegt. Das Orangeriegebäude, einem Winterhaus für exotische Pflanzen wie Orangen- und Zitronenbäumen, am Ende des Parks, kam 1723 hinzu.
1736, nach dem Tode des letzten Hanauer Grafen Johann Reinhard, ging der Besitz an die Landgrafen von Hessen-Kassel über. Aus der Zeit 1826-30 sind die klassizistische Innenausstattung des Weißen Saales, die beiden Seitentreppenhäuser, das südliche Treppenhaus des Remisengebäudes und der Gartenpavillon "Teehaus" erhalten. Der Park mit den Stilelementen des Barock und Rokoko wurde zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet.
Eine durchgreifende Neugestaltung erfolgte unter dem Landgrafen Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim. 1875-1880 wurde der Mitteltrakt um drei Fensterachsen nach vorne vergrößert, das heutige Haupttreppenhaus, der vorgelagerte Säulenportikus und die Kuppel errichtet. Ein Großteil der Räume erhielt neue Stuckdekorationen in Formen des Dritten Rokoko und Holzeinbauten der Neorenaissance. Die klassizistischen Wachhäuser sind durch ein prächtiges, schmiedeeisernes Tor mit Vergoldungen ersetzt worden. Der Park wurde nun völlig als Landschaftsgarten gestaltet.
Die Schloßanlage ist ganzjährig zu besichtigen. In den prunkvollen Räumen des Hauptgebäudes befindet sich das Museum Hanau und das Papiertheater-Museum. Der prächtige Trausaal gibt Brautpaaren das stilvolle Ambiente für ihre Hochzeit. Im Schloßgarten befindet sich ein Skulpturenpark. Der Schloßpark ist in den Sommermonaten die Kulisse für die Brüder-Grimm-Märchenfestspiele. Im Vestibül befindet sich das Museumscafe, im Weißen Saal ein Restaurant und im Sommer ist die große Terrasse zu nutzen.
Sehenswürdigkeiten: Hist. Kuranlagen Wilhelmsbad
Die historischen Kur- und
Badeanlagen Wilhelmsbad
Wilhelmsbad gehört zu den beliebtesten Naherholungszielen im Rhein-Main-Gebiet. Keiner der vielen Stammgäste mag sich festlegen, zu welcher Jahreszeit die Anlage mit ihrem prächtigen Baumbestand und der langgestreckten Reihe historischer Kurgebäude am reizvollsten ist.
Ihre Entstehung verdankt die historische Kur- und Badeanlage zwei Kräuterfrauen, die hier im Jahre 1709 eine Waldquelle entdeckten, der wenig später heilsame Wirkung zugesagt wurde. Bald war die Quelle als "guter Brunnen" gefaßt und im weiten Umkreis bekannt.
Die eigentliche Geburtsstunde für Wilhelmsbad schlug 1777, als der von 1764-85 in Hanau residierende Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel den Bauauftrag erteilte. Nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit stand die weitläufige Anlage für die ersten Gäste zur Verfügung.
Finanziert wurde die Bauleidenschaft übrigens durch Gelder, die Wilhelm durch den Verleih hessischer Soldaten an den englischen König, seinem Onkel, zum Einsatz im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erzielte. Wilhelm ließ als einer der ersten deutschen Fürsten die umgebende Waldlandschaft in einen englischen Landschaftspark mit zahlreichen Attraktionen verwandeln:
Der Brunnentempel, das in Form eines römischen Rundtempels erbaute Karussell, der Schneckenberg als Aussichtshügel, die Teufelsschlucht mit schwankender Kettenbrücke, eine künstliche Burgruine samt dazugehöriger Küche (im Innern befinden sich prächtig ausgestattete Wohnräume des Grafen), der ebenfalls künstlich angelegte Weiher mit einer Insel, auf der nach Vorbild des Cestiusgrabes eine Pyramide steht, Brücken, Musiktempel und die stimmungsvolle Eremitage sind noch heute vielbesuchte Anziehungspunkte. Früher sorgten auch Schießstände, Heckentheater und Spielsalons mit Roulette und Billard für Abwechslung.
Kein Wunder, daß die Anlage bald zu den elegantesten und angesehensten Badeorten Deutschlands avancierte. Prominente Gäste, gekrönte und ungekrönte Häupter fanden sich ein, etwa Freiherr von Knigge oder Frau Rat Goethe mit ihrem Sohn Johann Wolfgang. Seinen glanzvollen Höhepunkt erlebte der Kurort im September 1818, als die Monarchen der Heiligen Allianz, Kaiser Franz II. von Österreich, Zar Alexander I. von Rußland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen einkehrten.
Aber auch in den Revolutions- und Restaurationsjahren wurde hier Geschichte geschrieben: 1832, 1848 und 1849 kamen Tausende von Menschen zu Volksversammlungen à la Hambach mit u.a. Robert Blum als Redner. Und im Herbst 1850 verlegte die kurhessische Regierung unter Minister Hassenpflug kurzerhand ihren Sitz von Kassel, dem Mittelpunkt der zur vollen Blüte gelangten Staatsdienerrevolution, nach Wilhelmsbad, in die Nähe der damaligen deutschen Zentralgewalt, dem Bundestag zu Frankfurt.
Zwar hat nicht zuletzt das Versiegen der Quelle im 19. Jahrhundert den Stillstand des Badebetriebes bewirkt, bewahrte aber gleichzeitig die gediegene Atmosphäre des Kurortes. So ist Wilhelmsbad als Beispiel einer Kur- und Badeanlage aus dem 18. Jahrhundert einzigartig in Deutschland unberührt erhalten geblieben.
Das klassizistische Comoedienhaus, einziges Scheunentheater unseres Landes, mit nur rund 200 Plätzen von großem intimen Reiz und findet stets sein begeistertes Publikum bei Schauspiel-, Kabarett-, Kleinkunst- oder Musikveranstaltungen. Und noch eine Besonderheit lädt zum Besuch mit der ganzen Familie ein: Eine besondere Attraktion in Wilhelmsbad ist das 1983 eröffnete Hessische Puppenmuseum im Arkadenbau.
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